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Wo sind meine Füße gerade? Ein Life Hack für dich von mir!

Autorenbild: Manuela Kalupar
Manuela Kalupar
5. Okt.
2 Min. Lesezeit

Hast du auch manchmal das Gefühl, du bist eh da. Mit ein bisschen Wut im Bauch und schlechtem Gewissen und in Wirklichkeit würdest du gern schreien: 


Was habt ihr? Bin eh immer, immer da!!!


Bei der Arbeit oder beim Spielen mit deinem Kind oder beim Kaffee mit einer Freundin.

Also körperlich- dein Kopf ist währenddessen ganz woanders und löst Probleme, um die ihn wirklich niemand gebeten hat.


Beim Arbeiten denkst du an dein Kind und hast ein schlechtes Gewissen, weil du arbeitest.

Beim Spielen mit deinem Kind denkst du an die Arbeit und hast ein schlechtes Gewissen, weil du an die Arbeit denkst.

Und wenn du dann endlich mit einer Freundin beim Kaffee sitzt, fällt dir ein, dass du noch Waschmittel kaufen musst und ob du dir das zeitlich überhaupt leisten kannst, dass du da sitzt. Sehr effizient halt!

Nicht nur, dass wir geistig nie dort sind, wo wir gerade sind – wir schaffen es auch noch, uns gleichzeitig dafür zu verurteilen.

Doppelt gemoppelt, wenn man sich richtig schlecht fühlen möchte.


Ich hab deshalb etwas, das ich mittlerweile direkt in solchen Situationen mache.

Keine Morgenroutine oder Meditation.Du brauchst nicht einmal Ruhe dafür- es kann um dich toben und scheppern. Also here we go:


Ich stell meine Füße auf den Boden – egal ob sitzend, stehend oder liegend beim Lego bauen.

Atme (tust ich ja sowieso)

Und frage mich: Wo sind meine Füße gerade?

Das war’s.


Augen zu, wenn’s gerade geht. Aber Augen offen geht genauso. Wäre beim Autofahren beispielsweise auch meine Empfehlung.

Und ja, es klingt fast ein bisschen lächerlich simpel und ist es auch.


Aber genau deshalb funktioniert es im echten Leben.

Denn während dein Kopf gleichzeitig beim ungeöffneten Mail, beim Kind, beim Abendessen, bei der Rechnung und vorsichtshalber noch bei einer peinlichen Situation aus 2014 sein kann, sind deine Füße ziemlich zuverlässig.

Die sind einfach da.

Wenn du bewusst spürst, wo dein Körper gerade Kontakt zum Boden hat, und deinen Atem wahrnimmst, holst du deine Aufmerksamkeit weg von dem ganzen Zeug in deinem Kopf und zurück zu dem, was jetzt tatsächlich da ist.

Und genau solche körperlichen Signale helfen auch deinem Nervensystem bei der Orientierung im Hier und Jetzt.

Kein Hexenwerk.

Eigentlich sagst du deinem System nur:

Wir sind hier!!!!! Nicht bei den 17 anderen Baustellen!!!! Hier!!!

Ich nehme dazu meistens Rose Touch.

Musst du nicht- die Übung funktioniert auch ohne Öl.

Ich mag nur den Gedanken, einen Duft immer wieder mit genau diesem Gefühl zu verbinden. Unser Geruchssinn ist ziemlich eng mit Erinnerung und Emotion verknüpft. Wenn ich also immer wieder Rose rieche, während ich mich bewusst ins Hier und Jetzt hole, wird der Duft irgendwann selbst zum kleinen Erinnerungszettel für meinen Kopf, ganz ohne Post-it.


Und genau das ist der Unterschied zwischen „Bin eh da!“ und wirklich da sein.

Nicht den ganzen Tag, nicht perfekt, weil selbst den kleinen Satz vergessen wir leicht.

Aber immer wieder für einen Moment.

Wo sind meine Füße gerade?

Und das hilft. Probier es aus und schreib mir, ob es dir auch so hilft, wie mir! Much love, Manuela

 
 
 

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