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Ich wollte doch nur ein Gesichtsöl verkaufen!

Autorenbild: Manuela Kalupar
Manuela Kalupar
11. Okt.
5 Min. Lesezeit

Ich glaube, ich habe heute ein kleines Problem mit mir selbst.

Angefangen hat es mit einem Putzlappen.


Ich habe heute ganz selbstverständlich meinen On Guard Reiniger genommen, ein bisschen geputzt, alles blitzblank- und die größte Freude, weil endlich ist mein teegefärbes Spülbecken wieder sauber.

Danach bin ich unter die Dusche gehüpft. Shampoo, Conditioner, fertig. Ich muss nicht mehr jedes Mal überlegen, was ich mir da eigentlich auf den Kopf schmiere und was Theo auf seine Haare- laut trällernd- schmiert oder was er sich so in die Badewanne kippt- weil es bei uns wirklich zumindest im Bad nichts toxisches mehr gibt. Ich habe mich irgendwann bewusst für meine Produkte entschieden und bin glücklich damit.

Meine Nahrungsergänzung gehört genauso selbstverständlich zu meinem Alltag wie mein Matcha am Morgen.


Und dann fiel mein Blick auf das Moringa Rose Oil.

Meine Güte wie sehr liebe ich dieses Schätzchen.

Ein paar Tropfen zwischen den Händen verreiben, dieser wunderbare Rosenduft, dieses weiche, gepflegte Gefühl auf der Haut. Als würde man sich selbst für einen kurzen Moment ein bisschen Luxus schenken. Und zu wissen, wie achtsam es hergestellt wird, fühlt sich einfach gut an. Ein Jahr warte ich auf diesen Schatz und kaufe dann alles was geht, um für das nächste Jahr genug zu haben.

Und während ich da so vor mich hin schwärmte, kam mir eine Idee.

Darüber könnte ich doch etwas schreiben. Ich könnte euch doch sagen: Hallo, wenn ihr jemanden zu Weihnachten eine Freude machen wollt, so eine richtig große, dann kauft Moringa Rose UND zwar JETZT bevor es aus ist.

Und keine drei Sekunden später begann das Theater in meinem Kopf.

Wie formuliere ich das jetzt? Wie erzähle ich davon, ohne dass es nach Werbung klingt? Scheiss Verknappung, denkt doch jeder, dass die künstlich ist. Brauche ich eine Geschichte dazu? Einen besonders cleveren Einstieg? Vielleicht noch drei gute Argumente?

Ich stand also mit einem Gesichtsöl in der Hand im Badezimmer und entwickelte gedanklich eine Marketingstrategie.

Für ein Produkt, das ich einfach nur großartig finde und jeder einzelnen Frau und jeder newly Mom unbedingt als Weihnachtsgeschenk oder Geburtstagsgeschenk oder noch besser als Geschenk zur Geburt wünsche.


Da musste ich zuerst lachen.Und dann wurde ich nachdenklich.

Und ein bisschen wütend.

Seit wann ist es eigentlich so kompliziert geworden, von etwas begeistert zu sein?


Ich kann euch erzählen, dass ich in einem Cafe den besten Kuchen gegessen habe. Dass ich eine Handtasche gekauft habe, weil ich sie auf Insta gesehen habe und die ich unbedingt haben musste. Oder dass ich einen Friseur liebe.

Da überlege ich keine Sekunde, ob meine Begeisterung vielleicht zu aufdringlich sein könnte. Ich ruf einfach aus voller Inbrunst: Kauf mir das sofort nach, wenn du auch so cool/ happy wie ich sein möchtest!!!!


Aber sobald es um meine eigenen Produkte geht, werde ich plötzlich zur vorsichtigen Diplomatin.

Bloß nicht zu verkäuferisch. Bloß nicht zu begeistert. Bloß nicht den Eindruck erwecken, ich könnte tatsächlich etwas verkaufen wollen.

Ich bin Unternehmerin. Natürlich möchte ich auch etwas verkaufen. Überraschung! 😂


Und dann habe ich darüber nachgedacht, wie selbstverständlich wir uns jeden Tag etwas verkaufen lassen.

Wir sehen eine wunderschöne Werbung und möchten plötzlich genau diese Haare. Wir stehen vor einem hübschen Tiegel und glauben, dass sich dahinter vielleicht das Geheimnis unserer Traumhaut verbirgt. Wir kaufen dieses grüne Zeug zum trinken und hoffen in 1 Woche 5kg abzunehmen.

Wir vertrauen großen Namen, schönen Verpackungen und perfekt inszenierten Bildern räusper KI Bildern.

Und manchmal wissen wir dabei erstaunlich wenig über das, was wir eigentlich kaufen.

Ich nehme mich da übrigens gar nicht aus.

Ich habe in meinem Leben auch schon Dinge gekauft, nur weil die Verpackung so schön war, dass ich sie unmöglich im Regal stehen lassen konnte. Viele solcher Dinge.

Eine meiner weniger wirtschaftlichen Superkräfte. 😂


Aber ist es nicht interessant, dass wir uns von Werbung so gerne verführen lassen und gleichzeitig immer misstrauischer werden, wenn jemand ganz persönlich von etwas begeistert ist?

Vielleicht liegt es daran, dass wir alle schon schlechte Erfahrungen mit Empfehlungen gemacht haben. Vielleicht haben wir einfach genug von Menschen, die uns ständig irgendetwas andrehen wollen.

Kann ich verstehen, manche verkaufen eben ganz ungeniert aus Gier und nicht aus Begeisterung.


Und trotzdem finde ich es schade.


Denn ich möchte euch eigentlich viel öfter einfach mitnehmen in meinen Alltag.

Euch erzählen, warum ich den OnGuard Reiniger so dermaßen liebe, dass ich jetzt gern putze und als einzige der Welt eine Flasche in 3 Monaten verbrauche und nicht im Jahr wie alle anderen. Warum meine Körperpflege längst nicht mehr aus zehn verschiedenen Marken besteht sondern einer völlig unscheinbaren, wirklich nicht so schönen Bodycreme von dōTERRA. Warum ich meine Nahrungsergänzung bewusst ausgewählt habe und dadurch meine Energie völlig verändert habe.

Und warum dōTERRA für mich so viel mehr ist als eine Sammlung ätherischer Öle.

Es sind Produkte, die mich durch meinen ganz normalen Alltag begleiten.

Nicht alles davon ist für jeden Menschen das Richtige. Nicht jeder braucht alles. Und niemand muss meine Begeisterung teilen.

Aber ich liebe es, wenn eine Frau im Aurea Circle etwas entdeckt, das ihren Alltag ein bisschen schöner oder einfacher macht.


Wenn aus einer Frage ein Gespräch wird. Aus einer Empfehlung eine neue Lieblingsroutine. Und aus einem Einkauf nicht einfach nur ein Paket, sondern das wirklich schöne Gefühl, jemanden an der Seite zu haben, den man auch danach noch fragen kann.


Das ist für mich überhaupt einer der schönsten Teile meiner Arbeit.

Nicht das Verkaufen an sich- sondern das danach.

Die Freude, wenn jemand etwas entdeckt, das ich selbst schon lange liebe.


Und während ich darüber nachgedacht habe, ist mir etwas aufgefallen.

Vielleicht ist gar nicht das Verkaufen unser Problem.

Vielleicht haben wir einfach gelernt, uns für unsere Begeisterung zu entschuldigen, sobald wir damit Geld verdienen.

Und ich finde, damit darf jetzt wirklich Schluss sein.

Ich möchte euch nicht überreden. Ich möchte auch keine Produkte schönreden, die ich nicht selbst schön finde.

Aber ich möchte wieder genauso unbeschwert von meinen Lieblingsprodukten erzählen können wie von meinem Lieblingskuchen.

Ohne drei Stunden an einer Formulierung zu feilen.

Ohne meine Begeisterung vorsichtshalber auf Zimmerlautstärke herunterzudrehen.

Und vor allem ohne das Gefühl, dass ich mich dafür entschuldigen müsste, wenn jemand anschließend bei mir bestellt und ich noch 5 Öle gratis drauflege, weil ich es ja so gut mein.


Und jetzt sitze ich hier. Wollte euch eigentlich nur von einem wunderbaren Gesichtsöl

erzählen und habe stattdessen eine halbe Kolumne über Werbung, Begeisterung und mein offensichtlich kompliziertes Verhältnis zum Verkaufen geschrieben.

Dabei wäre es so einfach gewesen:


Ich liebe das Moringa Rose Oil. Ich finde es wunderschön, so wie es dasteht im Bad und wie es sich anfühlt. Und ich würde es jeder Frau, die Rosen liebt und sich gerne etwas Besonderes gönnt, von Herzen empfehlen. Ich empfehle dir gleich 2 oder 4 zu kaufen, weil es das schönste, sinnvollste und achtsamste Geschenk für eine Frau ist. Weil ich immer 4 kaufe (mehr darf man nicht) und eines meiner besten Freundin schenke und 3 für mich selbst behalte, weil ich es so liebe. Weil es ein wunderschönes Geschenk ist für deine Mama, Schwiegermama- die sich sowas selbst nie gönnen würden. Oder schenk es einer Frau zur Geburt statt den 70. Babystrampler und zeig ihr damit das wichtigste: DU bist auch noch da. Schenk es der Frau, die sowieso schon Hautprobleme hat und das eigentlich schon alles sagt, dass sie Rose braucht. Kauf 4 und hab die schönsten Weihnachstgeschenke für dich und andere ever.

So das wär jetzt endlich gesagt.


Und falls ihr es euch bestellt, freue ich mich natürlich riesig.

Nicht nur, weil ich etwas verkauft habe.

Sondern weil ich jetzt schon grinse bei dem Gedanken, dass ihr euer Päckchen öffnet, die ersten Tropfen auf eure Haut gebt und euch denkt:

Ach, deshalb macht die so ein Theater! 😂❤️

Schönen Sonntag, ihr Lieben!


Manuela


 
 
 

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